Bericht: 108. Ratstagung in der Gemeinde Firrel | 4. Mai 2019

120 Abgeordnete und viele Gäste konnte Bernd Splettstößer, Leiter des Landesverbands Nordwestdeutschland, am 4. Mai zur 108. Ratstagung in der Gemeinde Firrel begrüßen. Der Verlauf des Tages war neu. In den Jahren zuvor beschäftigten die formalen Dinge nach dem Referat am Vormittag die Abgeordneten die meiste Zeit des Tages. Den Ablauf dieser Ratstagung hatte das Vorbereitungsteam neu konzipiert, um die thematische Arbeit als Schwerpunkt des Tages am Vormittag herauszustellen. So konnten die Abgeordneten, und besonders die Gäste, etwas mit nach Hause nehmen. Die Gemeinden des Landesverbands waren daher gebeten worden, Werbung zu machen und Gäste nach Firrel einzuladen. Die Formalitäten fanden dann am Nachmittag statt.

Gemeinde neu wagen war das Thema in diesem Jahr. Um möglichst viel an die Gemeinden weiterzugeben war es wichtig, neben den Abgeordneten auch Gästen die Möglichkeit zu geben, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Wir leben in Zeiten des radikalen Wandels. Um uns herum verschiebt sich vieles. Auch an kirchlichen Formen und Formaten gehen diese Veränderungen nicht spurlos vorbei.

Dr. Sandra Bils war die Referentin des Vormittags in Firrel. Sie ging auf diese Verschiebungen in zwei Perspektiven ein, zum einen im Hinblick auf vorherrschende Bilder von Gemeinde und Kirche sowie auf die dahinterliegende Mission christlichen Handelns. Zum Anderen beleuchtete sie kirchliche Formen an ungewöhnlichen Orten oder in kreativen Formen und zeigte damit auf, wohin sich Kirche entwickeln kann. Dr. Sandra Bils ist Pastorin der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und arbeitet innerhalb der Missionarischen Dienste als Referentin für die ökumenische Bewegung Kirchehoch2.

Christoph Haus, EBM International, ging insbesondere auf die Flutkatastrophe in Mosambique und Malawi ein und lobte die hohe Spendensumme die bisher eingegangen ist.

Christoph Stiba, Generalsekretär des Bundes Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden, machte deutlich, wo sich in den letzten Jahren etwas verändert hat und wies dabei darauf hin, das 60 % der Gemeinden eine Mitgliederzahl von weniger als 100 haben und Gemeinden sich auflösen.
Jan Schönknecht, Finanzsachverständiger des Bundes, erläuterte, dass viele Tätigkeiten des Bundes nur über Spenden zu finanzieren seien und daher ihre Grenzen haben. Er ging darauf ein, wie wichtig z.B. das Missionsopfer ist.

Weitere Formalien fanden am Nachmittag der Ratstagung statt und umfaßten u.a. die Themen Finanzbericht 2018, Haushaltsvoranschlag 2019 sowie den Bericht der Kassenprüfer mit der Entlastung von Kassenverwalter und Landesverbandsleitung. Es folgten Berichte aus den Sachgebieten des Landesverbands wie die Thementage zu 500 Jahre Täuferbewegung von 2010 – 2015 oder die Willow Creek Übertragung am 27. – 29 2020, die in der Gemeinde Remels stattfinden wird.

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